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Modernes
Leben ist geprägt durch eine Überreizung der Sinne, durch Hektik,
Geräusche und eine Flut häufig greller Bilder. Dem entgegen stellt
Nicole Ahland die Frage nach der persönlichen Geschwindigkeit und
dem eigenen Schwerpunkt, einen Entwurf von imaginierten
Erinnerungsräumen. Ihre Fotografien
verweigern sich einer schnellen Lesbarkeit. Sie stehen für die
Möglichkeit der persönlichen Zentrierung -
in
einer Zeit, in der Begriffe wie Raumverzicht, Tagtraum und
Entschleunigung eine neue Bedeutung bekommen haben.
Nicole
Ahlands Fotografien
zeigen Räume, häufig verschleiert, mal ins Dunkel gerückt oder vom
Licht hell überstrahlt.
In
ihrem blassen Kolorit wirken sie zart und durchscheinend. Dieses
irreale Licht als atmosphärische Substanz rückt Nicole
Ahland
in den Mittelpunkt ihrer Bilder, der Gegenstand, der greifbare Raum
tritt demgegenüber zurück.
In ihren
Fotografien
vermittelt
sie eine
bestimmte Atmosphäre,
eine besondere Stimmung, die
man förmlich greifen kann.
Sie
sieht die
Räume als Speicher für Geschichte,
Energien
und Erinnerung. Mal
sind sie menschenleer, mal erscheinen Figuren als schwebende
Schatten, aber immer spiegelt sich in ihnen die menschliche Präsenz.
Mit
den klassischen Mitteln der Fotografie, Transparenzen, Überlagerungen
und Unschärfen, erschafft
Nicole Ahland Bilder
voll sinnlicher Energie und großer Stille.
Spaces
are the central pictorial theme in Nicole Ahland's photographic
works: Sometimes they are strangely veiled, sometimes plunged into
darkness or radiated by a bright light. Thereby Nicole Ahland is not
concernd with the reproductive aspect of the photography. Far more,
her photographs are notations of memories, moods and places. Her
works oscillate between photography and painting.
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