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Die über
drei Meter langen, aus weißem Vliesstoff geformten Strahlen der
Installation von Ulli Böhmelmann das Innere zu bewahren
erstrecken sich sternförmig in den Galerieraum. Die Assoziation an
Lichtstrahlen liegt nahe. Jedoch strahlt dieser Stern kein Licht ab,
sondern fängt es ein, bündelt es in seinem offenen Zentrum. So
führt das sich stetig im Tagesverlauf ändernde Umgebungslicht zu
einem immer neuen Wechselspiel von Licht- und Schatten, hell und
dunkel. Licht ist ein wesentliches Thema im Werk von Ulli Böhmelmann,
Leichtigkeit und Verletzlichkeit sowie Räume sind weitere. Ihre
ortsbezogenen Installationen treten in einen Dialog mit dem
umgebenden Raum, thematisieren das Innen und Außen, ermöglichen
neue Ein-, Aus- und Durchblicke.
Ulli
Böhmelmanns raumgreifende Installationen sind Ausgangspunkt für
Objektreihen, in denen sie einzelne Aspekte aufgreift. Meist weiß
oder transparent liegen ihren Objekten organische Formen und
zellartige Strukturen zugrunde, sie bleiben aber abstrakt. Ulli
Böhmelmann bevorzugt leichte und fragil wirkende Materialien wie
Vliesstoffe, Gips, Porzellan und Silikon. Neben der Installation
zeigt die Ausstellung das Innere zu bewahren verschiedene
dieser Objektreihen.
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