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„Raumzeichnungen“
- leicht wie gezeichnet wirken die schwebenden Objekte von Friederike
Maltz. Als feine Linien erscheinen ihre Plastiken aus Federstahl oder
geschweißtem Walzstahl. Sie hängen in offenen Kästen
an der Wand oder frei im Raum. So laden sie den Betrachter ein, sie
zu umrunden, die künstlerische Logik ihres Systems zu erkunden.
Friederike
Maltz entwickelt aus einfachen geometrischen Formen komplexe Systeme.
Quadrate oder Dreiecke werden in regelmäßigen Abständen
wiederholt, sind im Winkel gegeneinander verschoben. Die klaren
Strukturen der Objekte sind jedoch nicht sofort zu erkennen. Um die
räumlichen Muster zu verstehen, muss der Betrachter seinen
Standpunkt wechseln. Denn je nach Betrachterstandpunkt ändern
die Objekte ihre Erscheinung: Unregelmäßig wirkende Linien
fügen sich zu geschlossenen geometrischen Formen, aus Chaos wird
Ordnung. Die Objekte werden flächig wahrgenommen oder erscheinen
als grafische Muster im Raum – verweisen auf einen spielerischen
Umgang mit Zwei- und Dreidimensionalität.
Bekannt
ist Friederike Maltz in Berlin vor allem durch ihren Schmuck. Die
Thematik ist bei beiden – dem Schmuck und den freien Arbeiten –
dieselbe: Es geht um die Linie und ihre vermeintlich chaotische
Bewegung im Raum. Die Brechung der strengen Gliederung ist beim
Schmuck jedoch durch die Drehung und die Bewegung noch verstärkt.
Die Ausstellung zeigt neben den „Raumzeichnungen“ ausgewählte
Ketten und Broschen.
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